Glarner Woche Seite 7


Ausgabe Nr. 48 vom 25. November 2015

Wir freuen uns sehr über folgenden Artikel in der Glarner Woche von Reto Jost.

Montessori-Schule March im Aufschwung

Die Privatschule in Siebnen ist wiederholt unter Kritik geraten. Zu Unrecht, finden Mitglieder des Elternrats, welche ihre Kinder aus dem Glarnerland dorthin schicken. Der Schule gehe es gut, versichert die Schulleitung.

«Wie viele Lügen erträgt Maria Montessori?» Mit solchen Schlagzeilen haben «Obersee Nachrichten» (ON) im vergangenen Jahr mehrmals die Montessori-Schule March kritisiert. Angeprangert wurden vor allem die instabile, nicht transparente Finanzlage und das Recht, eine Montessori-Lizenz zu tragen. Die ON berufen sich dabei auf belegende Dokumente und Informanten, die aus Schulkreisen kommen.
Im Gespräch mit der «Glarner Woche» finden vier Elternteile von Schulkindern kein Verständnis dafür. Drei von ihnen sind im Elternrat, welcher sich zusammengetan hat, um gemeinsam für die Schule einzustehen. Die Eltern bemerken, dass die Geschäftszahlen, auf die sich die ON berufen, aus dem Schuljahr 2013/14 sind. Details der Finanzen sind den Eltern nicht bekannt. Die Elternschaft habe aber die Gewissheit, dass das Schuljahr finanziell abgesichert sei.

Als Privatschule schwierige Existenz

«Die Schule ist momentan nicht selbsttragend, sie braucht Sponsoren», so ein Mitglied des Elternrats gegenüber der «Glarner Woche». Von den Kantonen erhalte die Privatschule nämlich nichts. Nebst langjährigen Sponsoren wird die Privatschule durch die Eltern der Schulkinder und der Stiftung Montessori-Schule March getragen. Die Mitglieder des Elternrats geben zu: Im letzten Jahr war die Schule in ernsthaften Problemen. Durch einen krankheitsbedingten Ausfall der Schulleitung entstand Unruhe. Die gezielte journalistische Kritik an der Schule durch die ON habe dann begonnen, so die Mitglieder des Elternrates. Im Zuge dieser Unsicherheit meldeten Ende des Schuljahres 2014/15 einige Eltern ihre Kinder von der Schule ab. Dies hatte dann natürlich entsprechende finanzielle Folgen. Die weitere, gezielte journalistische Ausschlachtung der ON habe die Lage nur verschlimmert.

Durchgehend positive Erfahrungen

Die Eltern betonen gegenüber der «Glarner Woche», dass ihre Kinder in punkto Schulqualität und Betreuung nie gelitten hätten. «Es gab zwar Zeiten, in denen die Kinder wegen den Veränderungen auch Gspänli verloren haben und dadurch verunsichert wurden.» Aber der Unterricht sei durchgehend und gut geführt worden. Die Message der Eltern: «Wir kennen den detaillierten Stand der Schule nicht. Was wir wissen: Unsere Kinder sind glücklich, und wir freuen uns über die grossen Lernerfolge, die sie haben.»

Schulleitung kann beruhigen

Seit Januar 2015 ist nun Fredy Brühlmann Schulleiter. Es sei wieder Ruhe eingekehrt, meint er auf Anfrage. Betriebsintern herrsche eine gute Atmosphäre. «Wir haben ein topmotiviertes Team und einen starken Zusammenhalt.» Zusammen mit dem Verwaltungsrat sei die Finanzlage verbessert worden, und durch Sponsoren würden die sich laufend reduzierenden Verluste abgedeckt. Die Zahl der Neuanmeldungen sei steigend. Weiter meint Brühlmann, dass man sich rechtlich mit dem Verband Assoziation Montessori Schweiz geeinigt habe, und verweist dabei auf die Website-Mitteilung der Montessori-Schule March AG. Weiter weist Brühlmann die Vorwürfe der von zwei ehemaligen Elternpaaren getriebenen Pressebehauptungen vollumfänglich zurück, man hätte ohne Bewilligungen gearbeitet; Es lägen alle erforderlichen Bestätigungen vom Amt für Volksschulen und Sport des Kantons Schwyz vor, wonach alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt seien.

Ein alternatives Schulsystem

Die Schule orientiert sich an den pädagogischen Grundsätzen von Maria Montessori (1870 bis 1952). Während in der Volksschule der «Durchschnittsschüler» als Massstab genommen wird, setzt die Montessori-Schule den Fokus auf das individuelle Lernen. Jeder Schüler lernt in seinem Tempo und bestimmt unter Begleitung die Schwerpunkte. Damit fördert man frei vom «Klassendruck» die Selbstständigkeit und Lernmotivation der Schüler. «Wir bemerken, dass unsere Kinder total motiviert sind», so diese Eltern. Für eine Montessori-Schule sind Freiheiten grundlegend für den Lernerfolg und die individuelle Entwicklung jedes Kindes. Es gilt der Leitsatz: «Hilf mir, es selbst zu tun.»

Dieser Artikel erschien am 25. November 2015 in der 48. Ausgabe der Glarner Woche. Autor des Artikels ist Reto Jost.

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